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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen, die von US-Regierung (mit)verusacht worden sind

USA: Report über Atomanlagen im Internet

01.06.2009

Wie die Federation of American Scientists aufdeckte wurde auf der Internetseite der Bundesdruckerei der USA ein streng vertraulicher Bericht über Atomanlagen des Landes veröffentlicht. Das 266-seitige Dokument enthielt unter anderem Landkarten, in denen die Treibstofflager für Atomwaffen verzeichnet sind. Vollkommen geheime Standorte sollen jedoch nicht darunter sein. Experten behaupten, dass von dem Leck keine erhöhte Gefahr ausgehe.

Den kompletten Bericht gibt es bei Wikileaks zum Download.

Mitarbeiterdaten der Flugaufsicht geklaut

08.05.2009

Wie durch eine Untersuchung erst Anfang Mai 2009 bekannt wurde, sind der US-amerikanischen Flugaufsicht 48.000 Mitarbeiterdaten gestohlen wurden. Der Diebstahl geschah bereits im Februar und betrifft Namen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, Gehaltsklassen und Adressen der Beschäftigten und ehemaligen Beschäftigten der Behörde. Die Angreifer konnten sich über das Netzwerk Zugriff auf das Rechnersystem der Flugaufsicht verschaffen. Die Sicherheitslücken des Systems sind bereits seit einiger Zeit bekannt, da zu Gunsten einer komfortablen Nutzung des Systems bewusst Sicherheitsmechanismen deaktiviert wurden. Bei Tests konnten insgesamt weit über 700 risikoreiche Sicherheitslücken aufgedeckt werden. Bereits im August 2008 hatte ein Angriff auf das Rechnersystem stattgefunden, der zwar äußerst sicherheitskritisch war, jedoch nicht zum Vertraulichkeitsverlust von schützenswerten Daten führte.

Pentagon leckt: Pläne eines Kampfjets gesaugt

21.04.2009

Gemeinsam mit anderen Staaten entwickelt das US-Verteidigungsministerium den sogenannten Top-Fighter “F-35”. Die streng geheimen Pläne liegen auf Rechnern des Pentagon. Einige davon sind auch ans Internet angeschlossen, um eine gemeinschaftliche Entwicklung mit den Partnerstaaten zu ermöglichen.

Hackern ist es nun gelungen eine Vielzahl an Daten von diesen Rechnern zu kopieren. Dabei können die bisher unbekannten Täter aber nur Zugriff auf Teile der Pläne gehabt haben. Möglicherweise fand der Angriff auch nicht direkt auf die Rechner des Pentagon, sondern auf Rechner in den beteiligten Ländern statt. Das Pentagon gab keine weiteren Details bekannt.

Verlust von 1137 Notebooks beim US-Handelsministerium

22.09.2006

Bei einer Inventur stellte das Handelsministerium der USA fest, dass 2001 1137 aller 30.000 Notebooks verloren hatte. Wie die PC-Welt schreibt gingen die Notebooks entweder aus unerfindlichen Gründen verloren oder sie wurden gestohlen.

Besonders pikant: Auf 249 Geräten befanden sich persönliche Daten von Staatsbürgern, die das Ministerium aber bisher nicht genauer zuordnen konnte. Denn im Ministerium war man sich bis dato überhaupt nicht bewusst, dass Daten unsachgemäß behandelt würden, wie das Ministerium etwas naiv erklärte.

Atombehörde: Personaldaten gehackt

10.06.2006

Bei der US-amerikanischen National Nuclear Security Administration (NNSA), die dem Energieministerium untersteht wurde in einen Server mit Personaldaten eingebrochen. Die Täter gelangten an Namen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern und Sicherheitsstufungen von freiberuflichen Mitarbeitern, die gelegentlich für die Behörde arbeiten.

Die Datenpanne war bereits im letzen Jahr erkannt worden. Die Betroffenen wurden aber ebenso wie das Energieministerium “wegen eines Missverständnisses” nicht benachrichtigt.